Thomas Stadler informiert auf dieser Homepage über seine Tätigkeiten in den Bereichen der modernen Kunst, der Zeitgenössischen Kunst, publik secrets, cumcu, Kunst in Mexiko, Brownbag, Kunst am Bau und noch viel mehr.

Irmgard Sitter

Sie scheint es immer eilig zu haben - und irgendwie dadurch auch bewahrt zu sein vor einer Bildchenkrämerei.
Irmgard Sitter legt die Komposition mit einigen flüchtigen Strichgebärden an, deren formale Klärung der Vorstellung viel eher als der Abbildung entspringt. Einer Vorstellung allerdings, die in konsequenter Strenge Horizontal und Vertikal zuordnet, solange bis eine Art Harmonie sich abzeichnet und die erahnte Leichtigkeit formale Offenheit rechtfertigt.
Was an Korrekturen dennoch angebracht werden muß, läßt sie unter monochromen Farbwänden - lasierend über den Großteil der Fläche gelegt - farbig gebrochen zurück, oder sie isoliert bewußt  - und mit Bildwitz  - verlorene Reste darunterliegender Schichten als Zitate eines vermeintlich Gegenständlichen.
Die Formate erinnern an Körpermaße - an den gr0ßzügigen Gestus der Tänzerin. Die Unvoreingenommenheit einer Bildfläche gegenüber entspinnt über die Körperbewegung und die elementaren Achsen der Gravitation eine Unmittelbarkeit der bildnerischen Mittel, so wie im Spiel.
Auch die Linie verläßt die Kontur zur leichten kompositorischen Strukturnotiz hin.
Ein der wissenschaftlichen Farbtheorie immer wieder Respekt zollender im Gegenstand allerdings unverbindlicher, weil vom gegenständlichen befreiter Kubismusgedanke und nicht zuletzt eine literarische Parodie darauf zeichnen die letzten Arbeiten Sitters aus.

                                                                                                             Thomas Stadler

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